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Demokratische Volksrepublik Anno – Gelungener Auftakt am Probetag zum Projekt „Schule als Staat“

von Cordula Engel

Bevor die Demokratische Volksrepublik Anno am Freitag und Samstag ihre Pforten für die Öffentlichkeit öffnet, verwandelt sich die Schule in einen Staat bestehend aus Staatsorganen und Wirtschaftsunternehmen.

Schon früh herrscht am Probetag geschäftiges Treiben. Die ersten Schülerinnen und Schüler sind bereits um 7:00 Uhr aktiv: Tische werden getragen, Räume dekoriert, Verkaufsstände aufgebaut. Eltern unterstützen die Unternehmen ihrer Kinder: Kühlboxen, Umzugskisten, sogar Kühlschränke wurden angeliefert. Auf der Piazza d’Anno vor dem Schuleingang wird eine große Eventbühne errichtet. Palmen und Liegestühle vermitteln ein Flair von Urlaub.

Beach-Flair auf der Piazza d’Anno (Foto: Engel)
Kuchenverkauf im Foyer (Foto: Engel)

Die Verpflegungsunternehmen bieten alles, was der gute Geschmack und der verwöhnte Gaumen wünschen. Pizza, Burger, Waffeln, Popcorn sind im Angebot. Aber auch Smoothies, Eis und Gebäck erfreuen alle Genießer.

Barkeeper (Foto: Engel)

Für Ordnung im Staat ist gesorgt. Nicht nur das Ordnungsamt kontrolliert die Korrektheit der Unternehmen. Schon beim Eintritt in die Schule müssen sich die Bürger der Volksrepublik beim Zoll registrieren lassen. Im Selbstlernzentrum befindet sich die Polizeistation, in den Räumen daneben das Büro für Öffentlichkeitsarbeit und der Gerichtssaal. Im Physikraum finden die Sitzungen des Parlaments, von Konsulin Marie Lukas und den Parteivertretern geführt, statt.

Parlamentssitzung (Foto: Engel)

Für die Bürger ist in allen Lebenslagen gesorgt: von der Partnervermittlung bis zum Standesamt, von der Fotoagentur bis zum Museum Romanum. Sollte es zu Unfällen kommen, steht das im Chemiesaal eingerichtete Krankenhaus mit fachmännischer Hilfe der Schulsanitäter zur Verfügung.

Die Guides des Museum Romanum (Foto: Engel)

Der Fußballbund der Volksrepublik „ANNstOss“ kickt auf den Kleinspielfeldern, hoch hinaus geht es bei „The Flying Jumper“ auf den Trampolinen in der Vierfachsporthalle.

Kulturelles bietet die „Swinging 4 Freedom Church“, die mit Musik und Präsentationen dem 100. Geburtstag von Nelson Mandela gedenkt.

Der Staat hat natürlich auch ein eigenes Zahlungsmittel, den „ANNOllar“, der in der Bank gegen Euros getauscht werden kann.

Pizzabäcker in Aktion (Foto: Engel)

Nach dem Probetag, der von einem Filmteam des WDR begleitet wurde, stellte sich heraus, dass das Staatssystem der Demokratischen Volksrepublik Anno funktioniert.

Wer sich persönlich davon überzeugen will, hat dazu am Freitag, 6. Juli, und am Samstag, 7. Juli, von 9:00 bis 17:00 Uhr Gelegenheit. Dann hat der Staat für die Öffentlichkeit geöffnet.

Unser Poster:

„Verkaufen Sie mir diesen Stift“ - Ein wichtiger Bestandteil des Projektes „Schule als Staat“ ist, dass die SchülerInnen professionelle Unterstützung aus der Berufswirklichkeit erhalten.
So nahmen ca. 50 SchülerInnen das Angebot eines Unternehmerworkshops wahr. Durchgeführt wurde dieser Workshop von dem Schülervater Ingo Schmidt, der als Projektleiter bei einer Unternehmensberatung arbeitet.
Im Rahmen des Workshops lernten die SchülerInnen am Beispiel einer Szene aus dem Film „The Wolf of Wall Street“, wie man selbst einen einfachen Kugelschreiber verkaufen kann und wie effiziente und sinnvolle Kaltaquise betrieben wird.
Mit Hilfe eines Rollenspiels führte Herr Schmidt den SchülerInnen zudem eindrücklich vor Augen, wie man ein Unternehmen erfolgreich führen kann.

Aufgrund der abwechslungsreichen Gestaltung und der hohen fachlichen Kompetenz von Herrn Schmidt, arbeiteten die anwesenden SchülerInnen höchst motiviert und konzentriert mit und die 90 Minuten waren wie im Flug vorbei.

Nun sind wir gespannt, wie die Unternehmen die Tipps und Hinweise in der Praxis umsetzen werden. Ein Bild hiervon kann sich jeder Interessierte am 6. Und 7. Juli machen, wenn die „Demokratische Volksrepublik Anno“ ihre Pforten für die Öffentlichkeit öffnet.

Jochen Peters

Folgende Beschlüsse wurden in den letzten Parlamentssitzungen beschlossen:

Donuts als Nationalgericht: Abgelehnt.

Mindestlohn: Abgelehnt > Somit kein Mindestlohn.

Demokratische Unternehmen fördern: Angenommen > Somit haben Demokratisch geführte Unternehmen einen Steuervorteil

Legitimationsgesetz abgeschafft! Und weitere Neuigkeiten aus dem Parlament.

Es geht in die nächste Runde... Das Parlament erarbeitet momentan Gesetze zur Unternehmensgründung. Auch wird die Rechtslage zu den Themen Arbeitsschutz und Arbeitssuche festgelegt.

Das Parlament hat außerdem als ersten wirksamen Beschluss das Legitimationsgesetz abgeschafft. Das Legitimationsgesetz beinhaltete ein Notfallkonzept mittels eines Gremiums welches den Staat übernehmen sollte, falls das System und somit der Staat zusammenbricht.

Außerdem haben sich der Senatoren schon folgenden Arbeitsbereichen zugeordnet:

Zuständig für Finanzen: Marc Opitz und Ole Walterholter

Zuständig für Justiz: Lotta Wahlen und Johanna Torres Soria

Zuständig für Arbeit: Marek Höffgen und Lars Edelmann

Zuständig für Inneres: Alicia Koziarowski und Marie Lukas


Ein Bericht unserer Schülerzeitung Annovation:

Schüler rufen die Demokratische Volksrepublik Anno aus

Von: Celina Burger, Marek Höffgen & Luca Schlautmann-Siegers

Die Demokratische Volksrepublik Anno ist gegründet: Am 2.Februar drängten sich die etwa 1.200 Schüler des Städtischen Anno-Gymnasiums zusammen mit ihren Lehrern auf den unteren Schulhof, um der Ausrufung der neu ernannten Regierung vom diesjährigen Schule-als-Staat-Projekt beizuwohnen.

Schulleiter Sebastian Kaas eröffnete die Staatsgründung mit einer Rede. Vom 5. Bis zum 7. Juli sollen die Schüler ihren Interessen nachgehen, um herauszufinden, welche Talente sie haben. Schließlich lauschten die Schüler gespannt Siegburgs Bürgermeister Franz Huhn, welcher nach Herrn Kaas über nachbarschaftliche Beziehungen sprach.

Schulleiter Sebastian Kaas übergibt das Zepter symbolisch an die Schülerschaft.

Unter hunderten Blicken fuhren die Konsulin Marie Lukas und die Vorsitzenden der „53 Partei“, Noah Groß und Cedric Weinert, welche die Wahl gewonnen hatten, mit dem Auto vor. Nachdem alle Amtsträger ihren Schwur gegenüber der Regierung geleistet hatten, meldeten sich die Vorsitzenden der „53 Partei“ zu Wort. Sie beteuerten, dass ihre Partei sich an das drei Punktesystem halten wird und somit auch für eine faire Raumverteilung sowie für gleiche Chancen bei der Wahl eines Jobs sorgen wird. Zudem rechtfertigten sie die Entscheidung, dass es keine feste Koalition geben wird, sondern dass ihre Partei sich mit den Fragen an das Volk wenden wird. Schließlich versprachen sie spannende Aktionen bis Juli.

Gegen Ende der Veranstaltung wurde die Flagge des Staates gehisst sowie eine selbst komponierte Hymne der Demokratischen Volksrepublik Anno gespielt. Voller Spannung werden den drei näherrückenden Projekttagen entgegengefiebert


53 Partei gewinnt die Wahl

Im letzten halben Jahr haben ziemlich viele Wahlen stattgefunden, und nicht wenige davon waren für das Großprojekt „Schule als Staat“ des Anno-Gymnasiums. Nach langer Wartezeit war es endlich geschafft: In der Woche vom 15.01. 2018 bis zum 19.01.2018 wurden die Senatoren und Richter der Stufen gewählt, die sich kurz darauf zur ersten Staatsversammlung zusammengefunden haben.

Die insgesamt acht Senatoren, Johanna Torres y Soria aus der 5, Ole Walterholter aus der 7, Marek Höffgen aus der 8, Alicia Koziarowski, die die 9. Klassen vertritt, Lotta Wahlen, die von der EF gewählt wurde, Marc Opitz aus der Q1 und Lars Edelmann für die Q2 und die Lehrer, haben die Konsulin, Marie Lukas aus der 6. Klasse, aus ihren Reihen gewählt. Sie werden in der Staatsversammlung über die Entscheidungen des Parlaments abstimmen, und die Exekutive leiten, also eine ähnliche Funktion wie die Minister in der Bundesrepublik Deutschland haben.

Die Richter, von denen aus jeder Stufe zwei gewählt wurden,  werden demnächst an einem Workshop teilnehmen müssen, bei dem sie sowohl über ihren Job als auch das Staatssystem und Verfassung der demokratischen Volksrepublik Anno informiert werden.

 

Staatsgründung der Demokratischen Volksrepublik Anno

Ein Bericht des General Anzeigers

Es hatte schon etwas von einem kleinen Staatsempfang. Auf dem Schulhof des Anno-Gymnasiums in Siegburg teilte sich die dichte Schülermenge. Ein schwarzer Wagen, der von zwei Bodyguards in weißen Hemden und mit Sonnenbrille flankiert wurde, fuhr vor. Die Tür wurde geöffnet und die elfjährige Marie Lukas stieg aus. Für sie war es ein ganz besonderer Tag, trotz Regen und Kälte. Denn die Sechstklässlerin ist die frisch gewählte Konsulin der neu gegründeten „Demokratischen Volksrepublik Anno“. Bereits zum zweiten Mal wurde das Projekt „Schule als Staat“ gestartet. Die Schüler sollen eine eigene Staatsform aufbauen, mit allen Rechten und Pflichten.

Im ersten Jahr orientierten sich die Schüler noch sehr stark an der Bundesrepublik Deutschland. Im zweiten Jahr lief das Ganze etwas anders ab. „Wir haben Parteien, die allerdings nur Gesetze vorschlagen dürfen“, erklärte Henrik Küper. Der 15-Jährige ist Mitorganisator und verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit. „Die Senatoren setzen die Gesetze um und fungieren als Minister. Eine Besonderheit ist auch, dass die Richter aus jeder Stufe gewählt wurden. Wenn also beispielsweise ein Sechstklässler angeklagt wird, steht er einem Richter aus derselben Jahrgangsstufe gegenüber“, erläuterte Küper.

Und dann gibt es da noch den Konsul. In diesem Jahr haben die Senatoren eine sehr junge Schülerin in dieses repräsentative Amt gewählt. „Für uns ist es wichtig, dass Schüler und Lehrer gleichberechtigt sind“, so Henrik Küper weiter. „Das ist für uns eine super Vorbereitung aufs spätere Leben.“ Auch Schulleiter Sebastian Kaas ist es wichtig, dass die Schüler für ihr späteres Leben lernen. „Wir geben euch etwas ab, das uns Lehrern heilig ist. Nämlich ein Stück unserer Unterrichtszeit. Wir geben euch einen ganz großen Vertrauensvorschuss, aber ich denke, dass wir ganz viel davon zurückbekommen.“

Offizielle Vereidigung

Auch Siegburgs Bürgermeister Franz Huhn wohnte der Staatsgründung bei. „Ich bin hier, um euch allen eine gute nachbarliche Zusammenarbeit anzubieten.“ Und für die neuen Politiker hatte er gleich einen guten Tipp parat: „Diejenigen, die die Vertreter bilden, sollten wissen, wie wichtig die Öffnung des Staates ist.“

 
 

Und dann war es soweit: Die offizielle Vereidigung aller Senatoren, Richter und natürlich auch der Konsulin stand kurz bevor. Wie bei einer Vereidigung von politischen Würdenträgern im Bundestag, wurde die Eidesformel laut vorgetragen, und die neuen Volksvertreter antworteten laut: „Ja, ich schwöre es.“ Und dann erklang aus Lautsprechern die offizielle Hymne der „Demokratischen Volksrepublik Anno“. Die Flagge hing aufgrund des schlechten Wetters leider etwas schlaff aus einem Fenster der oberen Klassenzimmer. Aber das Wetter tat der positiven Gesamtstimmung keinen Abbruch. Die Fahne zeigt übrigens einen Tyrannosaurus Rex.

Konsulin Marie Lukas nutzte die Gelegenheit, um ihre erste offizielle Rede zu halten. Darin dankte sie erst einmal allen Wählern für das Vertrauen. „Ich werde das Amt des Konsuls mit aller Kraft ausüben und freue mich auf die bevorstehenden Aufgaben.“ Eine kurze Ansprache, der es nichts hinzuzufügen gab.

Zur stärksten Partei wurde übrigens die „Fünf-Drei-Partei“, kurz FDP, gewählt. Sie konnte mehr als 50 Prozent der Stimmen für sich verbuchen.

Dieses großangelegte Simulationsprojekt soll den Schülern zeigen, wie Demokratie funktioniert und wie sie im Schulalltag funktioniert. Das Projekt wird die Schüler noch das gesamte nächste Halbjahr begleiten.

Von Bianca Breuer, 04.02.2018

 
 

 

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